Archive for Juli, 2007

Gestern war Mittwoch

Nachdem ich mich in letzter Zeit um eine etwas positivere Grundeinstellung zu allem bemüht habe, schrieb ich gestern tatsächlich: Alles wird immer nur besser.

Na, wer ahnt es schon? Richtig. Solche Dinge sollte man nicht ungestraft behaupten.

Ich saß also gestern unschuldig gut gelaunt in der Arbeit an meinem PC, als dieser anfing nette klackernde Geräusche von sich zu geben. Unser Verhältnis zueinander ist sonst eigentlich recht gut, auch wenn er morgens einige Zeit braucht, um in die Gänge zu kommen. Aber wem geht das nicht so? Nachdem das Klackern zunächst immer wieder aussetzte, weshalb ich mich auch nicht gleich entschließen konnte den PC-Service zu rufen (wenn es nicht mehr klackert, geht der ja am Ende gleich wieder), wurde es irgendwann doch zur Dauerbeklackerung. Also angerufen und gewartet. Bis der Kollege schließlich da war hatte ich einen hübschen Bluescreen und eine kaputte Festplatte. :(

Naja, die Daten liegen bei uns zentral, also ist nichts meiner hübschen Dokus und unheimlich nützlichen Notizdateien verloren gegangen, aber einiges bleibt heute doch wieder neu einzurichten und darauf habe ich eigentlich ziemlich wenig Lust.

Immerhin, zu Hause erwartete mich bereits die Korrektur meiner Einsendeaufgabe von gestern: 10/10 Punkten. Eigentlich gut, wenn es damit nicht erst 30 Punkte, von insgesamt 235 wären… Naja, ich arbeite ja tapfer daran.

Aber gestern war erst einmal Mittwoch und da werden Serien geschaut. Außerdem noch Wäsche gewaschen, Geschirr gespült, Spaghetti Bolognese mit Spiralnudeln gekocht, sämtliche Böden gewischt und aufgeräumt. So irre das klingt, Putzen hat ja auch was befriedigendes. Und man kann dabei sogar etwas Frust abbauen, zumindest besser als wenn man steif am Schreibtisch sitzt und über Compilermeldungen rätselt. Man sieht, dass sich was tut, man hat das Gefühl was sinnvolles zu tun, es ist intellektuell überhaupt nicht anstrengend und man verbrennt Kalorien – vor allem, wenn man es wie ich vorzieht mit einem Lappen auf dem Boden rumzukrabbeln, weil man noch keine Freundschaft mit dem großen Wischmopp aus dem Putzschrank schließen konnte.

Aber keine Sorge, einmal wöchentlich ist wirklich genug. Auf dem Abendprogramm für heute stehen erstmal wieder Fernstudium und Reste von gestern ;)

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Alles wird immer besser

Ich habe hier auf meinem Schreibtisch einen kleinen Zettel in Sichtweite liegen, auf dem steht: “Es wird alles immer nur besser.” Eigentlich ist er eine Folgeerscheinung meiner Recherchen zum Thema Motivation und irrsinnigerweise hat dieser unglaublich optimistische Zettel in den allermeisten Fällen recht.

Das Lernen klappt immer besser und es macht Spaß, jeden Tag ein kleines Stück vorwärts zu kommen. Einen starren Zeitplan habe ich mir noch nicht gesetzt, sondern versuche jeden Tag so weit zu kommen, wie ich es eben kann. Auf längere Sicht, bzw. nach dem Prüfungstermin werde ich es aber noch einmal mit einem Zeitplan versuchen.

Inzwischen liege ich bei ungefähr zwei Stunden täglich, das ist noch nicht genug, aber doch immerhin schon eine große Verbesserung zu den ersten Wochen. Am meisten gebracht hat es mir, auf das Fernsehen zu verzichten. Wenn ich in Versuchung komme das Gerät einzuschalten, schaue ich ins Fernsehprogramm und stelle fest, dass ich eigentlich gar nichts wirklich sehen will. Ich bin jetzt sogar soweit, dass ich nur noch Mittwochs die Doppelfolge Stargate sehe und am Wochenende vielleicht abends den ein oder anderen Spielfilm. Das ist eigentlich ziemlich einfach, aber bringt mir einen enormen Zeitgewinn.

Dicht gefolgt wird diese Maßnahme von der Schaffung kleiner Rituale, mit denen ich das Lernen beginne – eine Kanne Tee kochen, zur Zeit meist Pfefferminz, eine Kerze anzünden, weil ich das Licht mag und es etwas beruhigendes hat (ist aber natürlich typisch Frau ;) ), den Wecker zunächst auf eine Viertelstunde stellen und mit etwas Einfachem beginnen. Momentan ist das ein Kapitel im Buch Programmieren mit Java.

Außerdem arbeite ich immer noch daran zum Frühaufsteher zu werden – mit wechselhaftem Erfolg. Meine Zielsetzung liegt bei 5.30 Uhr. Auf der einen Seite, weil ich früher anfangen möchte zu arbeiten, auf der anderen, weil ich die zusätzliche Zeit morgends für Papierkram und Wiederholung nutzen möchte. Hin und wieder klappt das auch schon ganz gut.

Gestern weniger gelesen, dafür fleißig an den Aufgaben gebastelt:

Programmieren mit Java:

  • 3.1 Algorithmen

Grundlagen der Informatik 1:

  • 3.3 Ganzzahlige Typen
    • Korrigierte Einsendeaufgabe zur Berechnung von Jahren, Monaten und Tagen eingereicht. Jetzt habe ich auch verstanden, wie der Import von Paketen zu gestalten ist. Danke an Korrekturleser Seba und möge seine Präsentation heute besonders gut gelingen!
    • Zweite Aufgabe zum Überlauf von Integer-Typen gelöst. Ich habe allerdings wahrscheinlich nicht den eigentlich vorgesehenen Lösungsweg gewählt, so verwende ich if/else, ein Konzept, das erst viel später erklärt wird, und Integer.MAX_VALUE und Integer.MIN_VALUE, die im W3L-Kurs überhaupt nicht auftauchen. Dennoch denke ich, die Aufgabe ist eigentlich ganz gut gelöst.

Die Aufgaben sind momentan natürlich noch ziemlich einfache Fingerübungen im Programmieren. Das bedeutet aber nicht, dass sie mir schon zu leicht wären. Manchmal kann man einer Kleinigkeit im Code ganz schön lange hängen bleiben. Aber ich merke auch, dass es für das Verständnis wirklich gut ist, sich endlich mit den Aufgaben zu beschäftigen. Nur leider auch ziemlich zeitaufwendig.

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Harry Potter ist schuld!

Schon vor Monaten vorbestellt, sollte am Samstag endlich der neue Harry Potter Band den weg zu mir finden – Pustekuchen. Bedingt durch meinen relativ spontanen Heimaturlaub hat das natürlich am Samstag nicht geklappt und als ich Sonntag abend hoffnungsfroh bei meinen Vermietern anrief war dort leider auch Fehlanzeige. Also bin ich gestern nach der Arbeit schnell noch zur Post gerannt und habe das heiss ersehnte Buch abgeholt. Und dann habe ich mich eigentlich ganz gut zurückgehalten… zumindest eine Zeit lang.

Nach der Arbeit noch kurz zum Supermarkt und dann auch tatsächlich irgendwann angefangen zu lernen. Zwei Aufgaben gelöst, auch wenn ich mit der einen Aufgabe noch ein kleines Problem mit dem Import des zugehörigen Paketes habe. Eventuell ist da irgendwo im System ein Pfad noch nicht richtig hinterlegt oder es ist einer dieser winzigen Fehler, die man einfach nicht sieht, weil sie zu offensichtlich sind.

Jedenfalls habe ich bis kurz nach Mitternacht fleißig gelernt:

Programmieren mit Java:

  • 2.6 Ein- und Ausgabe
  • 2.7 Aufgaben (ungefähr bis zur Hälfte gelöst)

Grundlagen der Informatik 1:

  • 3,1Syntaxnotation
  • 3.2 Der Typ boolean
    • Aufgabe: Auswerten Boolescher Werte
  • 3.3 Ganzzahlige Typen
    • Aufgabe: Tage, Monat, Jahre berechnen (Einsendeaufgabe)

Danach bin ich ins Bett, wo Harry Potter bereits auf mich gewartet hat… und er ließ mich nicht mehr gehen, bis sich der kleine Zeiger der Uhr merklich der 5 näherte… Ich bin gespannt, wie ich diesen Tag heute überstehen werde und wie viele Nächte ich mir wegen Harry in dieser Woche noch um die Ohren schlagen werde. Unverbesserlich :)

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