Archive for August 13, 2007

Seenachtsfest

Und natürlich war ich an diesem Samstag auf dem Konstanzer Seenachtsfest!

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Neustart

Als ich meine Diplomarbeit schrieb, litt ich sehr lange unter einer Schreibblockade. Ich sichtete Unmengen an Material, las Dutzende Aufsätze und Buchkapitel, machte Notizen, führte eine ordentliche Literaturdatenbank mit Gliederung, Zitaten und noch mehr Notizen. Wirklich mit dem Schreiben begonnen habe ich dann erst, als es fast schon zu spät war.

Irgendwann mittendrin habe ich natürlich auch über das Schreiben von Diplomarbeiten gelesen und darüber, wie man das leere Blatt überwinden kann. Das hat erst auch nicht geklappt, aber zumindest hatte ich eine klarere Vorstellung davon, wie so ein Kapitel aussehen sollte und ich hatte das Gefühl aktiv etwas gegen die bedrückende Situation zu tun.

Ähnlich geht es mir gerade wieder: Im Regal hinter mir stehen zahlreiche Werke zu Zeitmanagement, Selbstorganisation und Arbeitstechniken für Arbeit und Studium. Aber so schlecht ist das vielleicht nicht einmal. Als erstes vorgenommen habe ich mir einen Band mit dem vielversprechenden Titel: Wie ich die Dinge geregelt kriege.

Natürlich wieder ein englischer Autor, der sich mit Beratung und Coaching seinen Lebensunterhalt verdient. Aber als Bibliothekarin sollte man ja kritisch mit Literatur und Quellen umgehen können. Also werde ich mal sehen, welche Tipps sinnvoll erscheinen und sich auch längerfristig als brauchbar erweisen.

Im ersten Schritt werden alle losen Enden, die einem das Leben so schwer machen, aufgeschrieben und in einem Eingangskorb gesammelt. Ziel ist es, alle unfertigen Projekte und Todo’s aus dem Kopf zu bekommen und ein ein System zu verbannen, dass einen zuverlässig und rechtzeitig an das Handeln erinnern wird.

Dabei stopft man erstmal alles in den “Eingang”, was man so finden kann… ich habe einen großen Berg gefunden, der sich im Regal hinter mir und in diversen Ablagen und Ordnern angesammelt hatte. Hat man den Berg aufgetürmt, fängt man an, eins nach dem anderen, von oben alles abzuarbeiten und in verschiedene Kategorien zu sortieren: Müll, Projekte, Referenzmaterial, Warten auf (=Wiedervorlage), Termine für den Kalender… und ganz wichtig: Festlegung konkreter nächste Schritte. Letzten Endes entstehen dabei verschiedene Listen, die einem helfen sollen den Überblick zu behalten.

Die Idee dahinter ist nicht neu, aber manchmal brauche ich wohl eine gedruckte Aufforderung, um mich endlich aufzurappeln und eine Sache neu anzugehen.

Mein Wochenendergebnis ist daher letzendlich für mich ziemlich positiv: Ich habe alle Lernunterlagen geordnet, einen leer gefegten einladenden Schreibtisch vor mir und in der Papiertonne vor dem Haus sehr viele entsorgte Altlasten.

Zu diesen Altlasten gehören 2 dicke Aktenordner mit Unterlagen aus meinem Japanologiestudium (2002/2003) und 3 ebenso dicke Ordner mit Materialien und Literatur zu meiner Diplomarbeit, die ich nach Abgabe in die hinterste Ecke meines alten Zimmers verbannt hatte. Dazu alte Jahrgänge bibliothekarischer Zeitschriften, die inzwischen online verfügbar sind. – Und es tut unheimlich gut, diese Dinge endlich los zu sein.

Einige Punkte von der entscheidenden Liste “nächste Schritte” habe ich frisch motiviert bereits abgearbeitet: So kann ich stolz verkünden, dass ich jetzt einen Lernplan nach Lutzbutz für die nächsten 5 Wochen aufgestellt habe, mit Meilensteinen für die einzelnen Wochen und einem detaillierterem Plan für die nächsten 7 Tage.

Jetzt muss ich mich nur noch daran halten. ;)

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